Stete Kugel holt den Vogel! Diese alte Schützenweisheit bestätigte sich heute erneut beim Vogelschießen in Eickelborn. Nachdem er bereits im letzten Jahr ein heißer Aspirant gewesen war, gelang führte Justus Funke in diesem Jahr, mit dem 139. Schuss das Unternehmen zum Erfolg. Nun regiert er mit seiner Freundin Gesa Glarmin ein Jahr lang aus der Mutecke heraus das Eickelborner Schützenvolk.
Zuvor erlebten die Festgäste ein spannendes Rennen um die Insignien, die in diesem Jahr erstmals nach einer festen Reihenfolge geschossen wurden.
Obwohl zunächst die Krone das Ziel der Schützen sein sollte, fiel dem Schützen Stephan Deimel bereits mit dem dritten Schuss der Apfel vor die Füße – ein Lapsus, den er mit einer großzügigen Bierspende wiedergutmachte. Die Krone ergatterte stattdessen Wolfgang Becker mit dem 10. Schuss. Das Zepter sicherte sich Bernd Niehaus mit Schuss Nr. 21. Wenig später war auch die Plakette aus dem Kugelfang verschwunden: Mit dem 45. Schuss sicherte sich Leonhard schütte den ausgelobten Getränkepreis. Schütte gelang es auch, mit dem 92. Schuss den rechten Flügel von „Gimmipaheedka mit den himmelblauen Augen“ abzuräumen.
Spätestens, nachdem er mit dem 109. Schuss den noch verbliebenen linken Flügel aus dem Kugelfang gefegt hatte, war klar: Funke macht Ernst! Entsprechend groß war der Jubel, als mit dem 139. Schuss auch der letzte Rest aus dem Kugelfang fiel.
Gemeinsam mit dem neuen Königspaar Justus und Gesa freuen sich nicht nur ihre Familien, sondern vor allem auch die Schützen der ersten Kompanie, um die Justus sich bereits seit Jahren verdient gemacht hat. Erst am Tag zuvor war ihm für sein Engagement der Verdienstorden des Sauerländer Schützenbundes überreicht worden. Nun schmückt neben dem Verdienstorden für ein Jahr auch die Königskette seine Uniform. Gemeinsam mit dem neuen Königspaar und dem Hofstaat bereitet Eickelborn sich nun auf einen fulminantes Finale des diesjährigen Schützenfestes vor.